Wo bleibt die Textqualität?

Die wenigsten Unternehmen haben es bisher erkannt: Sie brauchen nicht mehr Inhalte, sondern bessere.

Content Marketing ist der Hype in der Kommunikationsbranche. Es gibt unzählige Bücher, Konferenzen, Experten und Agenturen, die auf das Thema aufgesprungen sind – mittlerweile auch in Österreich. Aber was genau ist Content Marketing? Eine einheitliche Definition gibt es nicht. Doch eines ist klar: Wenn man möchte, dass die eigenen Inhalte gelesen werden, dann müssen sie einen konkreten Mehrwert haben. Was Text betrifft, bedeutet das: Wir müssen dem Leser einen Grund geben, jeden Satz bis zur letzten Zeile gierig aufzusaugen.

Noch immer Masse statt Klasse
Genau hier spießt es sich: Denn Content Marketing hat zunächst einmal dazu geführt, dass Unternehmen mehr Inhalte produzieren. Das hängt natürlich auch mit der Digitalisierung zusammen, immerhin ist im Internet unendlich viel Platz – und die anderen publizieren ja auch ununterbrochen! Doch die Quantität geht auf Kosten der Textqualität. Dabei ist gerade sie entscheidend dafür, ob der Leser dranbleibt oder sich nach drei Zeilen ermüdet abwendet. Das gilt im Web genauso wie im gedruckten Magazin.

Wertlose Texte funktionieren nicht
Kristina Halvorson, eine der Begründerinnen der mit Content Marketing verwandten Disziplin Content Strategy, twitterte bereits 2011:

„twitter,contentmarketing“

Und auch Klaus Eck, Content-Marketing-Experte aus München, hat in einem Blogpost festgehalten: „Im Jahr 2016 könnte es an der Zeit sein, dass gut geschriebene Texte in Unternehmen eine wichtigere Rolle erhalten. (...) Wertlose Texte werden nicht (mehr) funktionieren.“

Setzen Sie auf Qualität!
Content Marketing ist eine interessante Disziplin, die viel verändert hat: Sie hat das Bewusstsein für die Bedeutung von Unternehmenskommunikation gesteigert. Wer mit seinen Zielgruppen kommuniziert, hat einfach die besseren Karten am Markt – diese Erkenntnis ist auch in den Chefetagen angekommen.

Doch in meinen Augen werden den Texten und ihrer Qualität im Content Marketing bisher viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Das findet auch Klaus Eck: „Bisher ist der Text als Content-Stück eher unterschätzt worden. Als wäre er purer Spam, den niemand ernst nehmen muss. Das Gegenteil sollte der Fall sein.“ Eben. Also denken Sie daran: Egal, wie viel an Inhalt Sie publizieren, wenn er nicht gut ist, wird er ohnehin nicht gelesen.


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