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Mitarbeiterkommunikation über Hierarchie-Ebenen hinweg

Mitarbeiterkommunikation über Hierarchie-Ebenen hinweg

„Wir müssen erst noch unsere Staplerfahrerin fragen!“ Diese Worte hört man leider viel zu selten, wenn es darum geht, die Inhalte für eine Mitarbeiterzeitschrift festzulegen.

Zwar sind die Zeiten vorbei, als die Chefetage eine „Unternehmensprawda“ nur nach ihrem Geschmack herausgab. Wie wichtig Partizipation ist, weiß heute jeder, trotzdem geht sie in der Praxis oft nicht weit genug. Vielfach werden nur die Managerinnen und Manager der einzelnen Abteilungen um Inputs gebeten.

Die Scheu ist groß
Aber selbst wenn es Aufrufe zur Beteiligung aller gibt, ist die Hemmschwelle, ihnen zu folgen, groß: „Ist mein Beitrag überhaupt wichtig genug?“ oder „Ich kann
doch gar nicht schreiben!“ sind typische Einwände. Es gilt einerseits, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus niedrigen Hierarchieebenen die Scheu zu nehmen, und andererseits die Prozesse für die Kommunikationsabteilung effizient zu halten.

Alt, aber gut?
Wo digitale Kanäle für alle verfügbar sind, ist beides relativ einfach. So kann man im Intranet Plattformen schaffen, auf denen Themen eingebracht und sogar diskutiert werden können. Sehr oft aber haben Produktions- oder Außendienstmitarbeiterinnen und -mitarbeiter keinen Zugang zum Computer. Das ist jedoch kein Grund, sie auszuschließen. Um sie effizient und kostengünstig anzusprechen, darf man sich ruhig auch mal auf altbewährte Methoden besinnen.

Bindeglieder zur Redaktion
Kommunikatorinnen und Kommunikatoren in den Abteilungen oder Niederlassungen können beispielsweise Bindeglieder zur Redaktion sein. Sie wissen, was sich tut, ihnen gegenüber haben die Kolleginnen und Kollegen weniger Hemmungen, Themen anzusprechen. Auch ganz simple Formulare haben sich bewährt, die strukturiert das Was, Wann, Wo und Warum eines Ereignisses abfragen. So können sich auch Menschen, die im Schreiben nicht geübt sind oder deren Muttersprache nicht Deutsch ist, problemlos einbringen.

Dieser Beitrag erschien, in leicht adaptierter Form, erstmals im Hernsteiner“ Ausgabe 1/2016.


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