Illustrationen: Maßgeschneidert fürs Kundenmagazin

Illustrationen: Maßgeschneidert fürs Kundenmagazin

Wie bebildert man abstrakte und komplexe Themen? Lieber nicht mit austauschbaren Stockfoto-Menschengesichtern und faden Symbolbildern. Eine kreative Alternative sind Illustrationen. Sie geben einem Magazin einen ganz unverwechselbaren Look. Ein Beispiel ist SKILLS: Es ist nicht nur eine Kundenzeitschrift, sondern ein mutiges Statement der Iventa.

Stellen Sie sich vor, Sie konzipieren ein Magazin. Die Inhalte sind festgelegt, jetzt geht es um die Gestaltung. Beginnen wir mit einem Brainstorming. Denken Sie bitte an folgende Themen: Personalsuche, digitale Revolution, Unternehmenswandel, Generation Z. Welche Bilder haben Sie jetzt im Kopf? Lassen Sie mich raten: eine junge Frau mit glatt geföhnten blonden Haaren, die lächelnd auf ihrem Smartphone herumtippt; einen hippen Jungvater mit gepflegtem Bart, der seine Freizeit mit Töchterchen und Tablet teleworkend im Park verbringt; einen hochkompetent wirkenden Businessmann im dunklen Anzug, der auf einer digitalen Wand mit dem Finger flashige Diagramme zeichnet.

So, das sind also Ihre Ideen zur Bebilderung des Kundenmagazins eines Personalwerbeunternehmens. Viele kreative Köpfe haben das vor Ihnen sicher auch schon so gemacht – mit demselben lauen Ergebnis. Sorry, wir wollen niemandem zu nahe treten, immerhin ist die Aufgabe auch nicht leicht: ein visuelles Konzept finden für strategische, abstrakte und oft komplexe Themen mit vielen unterschiedlichen Aspekten, das auch noch aus der Masse heraussticht – und zusätzlich die Leser überrascht, inspiriert und begeistert. Aber mal ehrlich: Sind die tippende Smartphone-Lady und der oberlehrerhafte Business-Mentor nicht ziemlich beliebig und  austauschbar? Könnte der modische Jung-Daddy nicht genauso von den Magazinseiten einer Bank, eines Mobilfunkanbieters oder eines Technikunternehmens grinsen? Und was zur Hölle wollen uns die drei eigentlich genau vermitteln?

Visionär und mutig ist besser als austauschbar und fad
Auch wir bei Egger & Lerch haben dieses Brainstorming hinter uns und natürlich ist uns zunächst das Gleiche eingefallen: fade Stockfoto-Menschengesichter und nullachtfünfzehn Symbolbilder. Doch schnell war uns klar: Das reicht nicht! Denn unser Kunde Iventa, Österreichs größtes Personalwerbeunternehmen, wollte nicht irgendeine Kundenzeitschrift. Wir sollten ein branchenrelevantes Business-to-Business-Fachmagazin von und für Personalwerbe-Profis produzieren – mit inhaltlich tiefgehenden, journalistisch aufbereiteten Texten und einem Layout mit Wiedererkennungswert und Charakter. Das Magazin SKILLS sollte die Fachkompetenz und Expertise der Iventa-Mitarbeiter demonstrieren, nicht nur eine Unternehmenspublikation, sondern ein Statement sein.

Bei dieser ganzen Geschichte hatten wir einen entscheidenden Vorteil: Martin Mayer, der Managing Director von Iventa, ist ein aufgeschlossener und visionärer Mann, der unserer Erfahrung als Corporate-Publishing-Experten vertraut. Diese Chance nutzten wir und ließen unsere Gedanken von der Leine. Wieso nicht etwas wirklich Eigenständiges, Neues, Einzigartiges machen? So schlugen wir als gestalterisches Konzept großflächige und detailreiche Illustrationen vor, die für jeden Text eigens angefertigt werden und sich konsistent durch die gesamte Zeitschrift ziehen. Die Illustratorin Claudia Meitert erfand für SKILLS sogar einen eigenen Illustrationsstil. Das gefiel dem Visionär Martin Mayer. Er war bereit, in die Idee zu investieren, und scheute auch nicht vor dem Ungewissen zurück – immerhin wussten wir alle nicht, wie die zeichnerischen Kunstwerke schlussendlich tatsächlich aussehen würden.

Content first, dann Flächen füllen
Für uns war der gemeinsame Arbeitsprozess mit der Illustratorin neu, kompliziert war er nicht: Die Redakteure konzentrierten sich zunächst nur auf den Text – ganz im Sinne des Content-Marketing-Mottos „Content first!“. Erst als die Geschichten fertig waren, passte unsere Grafikerin die Texte ins Layout ein, in welchem sie große Flächen freiließ. Auf diesen durfte sich die Illustratorin austoben. Nachdem sie sich intensiv mit den Inhalten auseinandergesetzt hatte, füllte Claudia Meitert den Weißraum mit ihren Zeichnungen und ließ sie mit dem übrigen Layout verschmelzen. Durch diese Vorgehensweise wurden zwei Dinge sichergestellt: die uneingeschränkte Qualität der Texte und deren aussagekräftige visuelle Umsetzung.

Drei Argumente für Illustrationen in SKILLS

  • Einzigartiger Look: Kaum ein Kundenmagazin hat auf den ersten Blick einen so starken Charakter wie SKILLS. Man erkennt es unter hunderten anderen Magazinen sofort. Das liegt an den Illustrationen – an ihrem collageartigen Stil, der Farbwelt, die sich aus dem Iventa-Logo ergibt, und der „Zeichensprache“ von Claudia Meitert. Auch das unkonventionelle Tageszeitungsformat (297 x 420 mm) spielt eine Rolle. Die Illustrationen kommen auf den großen Bögen viel besser zur Geltung, als etwa auf A4-Format.
  • Mehr als Motive: Die Illustrationen enthalten Interpretationen der Inhalte und weiterführende Erklärungen – und gehen damit über den Text hinaus. „Ich empfinde mich als Übersetzerin“, sagt die Illustratorin Claudia Meitert. „Ich reichere Textvorlagen oder Beschreibungen einer Idee mit zusätzlichen Aspekten an und bringe sie auf Papier.“ Die Gestaltung von SKILLS ist nicht nur schön anzusehen, sondern hat einen konkreten Mehrwert für die Leserinnen und Leser.
  • Zoom auf Details: Abstrakte und strategische Themen sind schwer zu bebildern, weil sie meist viele unterschiedliche Aspekte haben, die ineinandergreifen. Ein Symbolbild steht dann oft nur für einen Aspekt, der Kontext geht verloren. Die großflächigen Illustrationen in SKILLS sind wie ein Schaubild: Sie enthalten jede Menge Details, die zueinander in Beziehung stehen. Durch ihre Anordnung und Größenverhältnisse werden inhaltliche Schwerpunkte gesetzt, trotzdem lassen sie individuelle Interpretationen zu – jeder soll sich selbst ein Bild vom Bild machen. Beim Betrachten entstehen außerdem jedes Mal andere Assoziationen und die Leserinnen und Leser entdecken neue Details.


Ein Interview mit Claudia Meitert finden Sie hier.