Lupe nicht nötig: Eine Zeitschrift für ältere Menschen

Kleingedrucktes ist für ältere Menschen oft schwer zu lesen – und die wenigsten Zeitungen nehmen darauf Rücksicht. Für die "Haus-zu-Haus-Zeitung" der Caritas brauchen die Senioren aber keine Lupe: Mit einem einfachen Trick wurde die Lesbarkeit deutlich erhöht.

 

hauszuhaus.jpg: Elf Senioren- und Pflegehäuser betreibt die Caritas im Raum der Erzdiözese Wien. Da lag die Idee nahe, ein gemeinsames Medium für Mitarbeiter und Bewohner zu schaffen, das auch einen Blick über den eigenen Gartenzaun erlaubt. Aufgrund einer Initiative des Journalisten Heinrich Hoffer wurde so die "Haus-zu-Haus-Zeitung" geboren.

 

In der ersten Ausgabe stellt Hoffer alle elf Häuser kurz und prägnant vor, dazu kommen zahlreiche Berichte über Aktivitäten, BewohnerInnen und MitarbeiterInnen. Ein Buchtipp, ein "Rätselplatzl", ein Terminkalender und eine Umfrage zum Thema "Fernsehgewohnheiten" runden die 16-seitige Zeitung ab.

 

Vom Initiator ursprünglich als schwarzweißes, kopiertes Heft geplant, wurde aus der "Haus-zu-Hauszeitung" mit Hilfe von EGGER & LERCH ein besonders lesefreundliches Farbmagazin: Nahezu ohne Mehrkosten wurde das Format um ca. 25 % (bezogen auf die bedruckbare Fläche) vergößert und somit eine besonders große Schrift für den Fließtext ermöglicht.

 

Der zugrundeliegende Trick: Größere Druckmaschinen sind in der Regel auf ein Bogenformat von 70 x 100 cm ausgelegt. Bei 16 Seiten DIN A4 (21 x 29,7 cm) wird ein Teil dieses Formats "verschenkt". Mit dem gleichen Druckaufwand lassen sich auch 16 Seiten im Format 23, 5 x 33 cm drucken – es muss nur ein etwas größeres Papierformat verwendet werden. Bei dem hier eingesetzten Offsetpapier 80 g und einer Auflage von 2.000 Stück fielen diese Mehrkosten fast nicht ins Gewicht. Ein einfacher Kunstgriff – nur wissen muss man‘s ...

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