No Logo!
Wochenarbeitszeit bis zu 90 Stunden. 7-Tage-Woche mit bis zu 15 Stunden Schichten. Schmutzige, überfüllte Unterkünfte für die Fabriksarbeiter. Keine Gewerkschaft, keine Sozialleistungen. Stundenlohn zwischen 0,13 und 0,35 US-Dollar. Das klingt wie die Beschreibung der Lebensbedingungen von Fabriksarbeitern im 19. Jahrhundert. Ist aber leider 21. Jahrhundert.
Unter vielen anderen großen Markennamen produzieren Nike, Hilfinger, Adidas oder Esprit unter diesen Bedingungen – in Dritte-Welt-Staaten. In den USA verlieren parallel dazu hunderttausende Textilarbeiter ihre Arbeitsplätze und müssen in schlechtbezahlte McJobs – oft in cool gestylte Markenartikel-Shops als VerkäuferInnen – wechseln.
Was steckt hinter großen Marken? Wie werden Marken-Turnschuhe oder Marken-Jeans produziert. Wie wird der Wert von Marken künstlich in die Höhe getrieben? Naomi Klein hat vier Jahre in den USA und in vielen Entwicklungsländern vor Ort recherchiert und die durchaus erschreckenden Ergebnisse ihrer Studie im Bestseller NO LOGO zusammengefasst. Das Buch liest sich spannender als mancher Krimi. Und ist doch traurige Realität.
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